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Bild eines zusammengekauerten Kindes in einem dunklen Raum

Steigende Zahl der Missbrauchsabbildungen im Netz zeigt Ausmaß des Dunkelfeldes – dringender Handlungsbedarf

Sexueller Missbrauch von Kindern / SWR

Dirk Herber, Vorsitzender des Zukunftsfeldes Sicherheit und Recht und des Innenausschusses des Landtages weist in Anbetracht der steigenden Zahl der Missbrauchsabbildungen im Netz auf den dringenden Handlungsbedarf bei der personellen und technischen Ausstattung der Ermittlungsbehörden hin. Nach der aktuellen Berichterstattung des SWR unter Berufung auf den Präsidenten des LKA sind im ersten Halbjahr 2022 die Fallzahlen um 90 Prozent gestiegen. Hintergrund sind zunehmende Hinweise aus den USA:

„Die steigende Zahl der Missbrauchsabbildungen im Netz zeigt in aller Brisanz das Ausmaß des Dunkelfeldes. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Aufgehellt und aufgeklärt werden kann hier nur durch massiven Einsatz von Personal und Technik.
Es muss alles darangesetzt werden, entsprechende zusätzliche Fachkräfte für die Ermittlungsarbeit anzuwerben. Wir brauchen zudem dringend einen Ausbau der Fortbildung und Supervision für die mit der belastenden Ermittlungsarbeit befassten Personen. Auf der technischen Seite ist der verstärkte Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Sichtung und Priorisierung von Missbrauchsabbildungen im Netz ein wichtiger Ansatz. Hier muss die Landesregierung tätig werden. Im Übrigen brauchen wir:

 eine Sensibilisierungs-, Präventions- und Vernetzungskampagne,
 die Einsetzung einer/eines Landesbeauftragte/n zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt in Rheinland-Pfalz,
 den Einsatz der Verkehrsdatenspeicherung. Hier darf es keinen Täterschutz mehr geben – kein Kinderpornokonsument hat da Anspruch auf Privatsphäre,
 den verstärkten Einsatz der elektronischen Fußfessel gerade bei solchen Tätern die sich als therapiefeindlich erweisen,
 die Ausweitung der Möglichkeit lebenslanger Einträge ins erweiterte Führungszeugnis. Täter, die sich an Kindern oder Jugendlichen vergehen, müssen dauerhaft vom beruflichen oder ehrenamtlichen Umgang mit ihnen ausgeschlossen werden,
 einen besseren Schutz unserer Kinder in der digitalen Welt durch Förderung ihrer Medienkompetenz und durch bessere Kinderschutzkonzepte der Telemedienanbieter,
 Kinderschutz als Pflichtfach für alle, die mit Kindern arbeiten.

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