Alarmzeichen an der Universitätsmedizin Mainz ernst nehmen, Transparenz schaffen und Versorgung sichern
- Kategorie Pressemitteilung
- Thema Gesundheit und Pflege
- Datum 04. März 2026
Brandbriefe Universitätsmedizin Mainz
Angesichts der aktuellen Berichterstattung über Brandbriefe von Mitarbeitenden der Universitätsmedizin Mainz schlägt die CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz Alarm. Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dr. Christoph Gensch, erklärt:
„Was uns aus der Universitätsmedizin Mainz erreicht, ist äußerst besorgnis-erregend. Wenn Überlastungsanzeigen deutlich zunehmen, Ambulanzen geschlossen werden, OP-Säle zeitweise stillstehen und zugleich Personal ab-gebaut wird, dann ist das ein ernstes Warnsignal. Die Frage ist: Wie sollen an der einzigen Universitätsmedizin unseres Landes noch Patienten sicher versorgt und junge Ärztinnen und Ärzte qualifiziert ausgebildet werden?“
Nach Medienberichten warnen Mitarbeitende vor einer Gefährdung der Patientensicherheit, verschobenen Therapien und abgesagten Operationen. Besonders gravierend wäre ein möglicher Verlust des Status als Onkologisches Spitzenzentrum (CCC). „Dieser Status ist nicht nur ein Qualitätssiegel. Er steht für exzellente Krebsmedizin, für Drittmittel, für internationale Kooperationen und für Hoffnung für viele Krebspatientinnen und -patienten in Rheinland-Pfalz. Ein Verlust wäre ein schwerer Schlag für den Gesundheits- und Wissenschaftsstandort“, so der krankenhauspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Torsten Welling.
Die CDU-Fraktion sieht die Landesregierung in der Verantwortung. „Rheinland-Pfalz kommt seit Jahren seiner Investitionsverantwortung im Rahmen der dualen Krankenhausfinanzierung nicht ausreichend nach. Wer 25 Jahre lang notwendige Investitionen verschleppt, darf sich über strukturelle Probleme nicht wundern. Wer an einer Universitätsklinik Personal abbaut, während die Belastungs-grenzen überschritten sind, gefährdet nicht nur Arbeitsplätze, sondern im Zweifel Menschenleben. „Spitzenmedizin lässt sich nicht mit Excel-Tabellen führen“, betont Gensch. Zudem fordert die CDU vollständige Transparenz: „Wir brauchen Klarheit über die tatsächliche Entwicklung der Überlastungsanzeigen, über den Stellenabbau im medizinischen Bereich, über externe Beraterkosten sowie über die Höhe des realen Investitionsstaus. Es reicht nicht, pauschal Entwarnung zu geben.“
Die CDU-Landtagsfraktion wird das Thema parlamentarisch mit zwei Kleinen Anfragen aufarbeiten. Ziel ist es, belastbare Zahlen, konkrete Maßnahmen und eine klare Zukunftsperspektive für die Universitätsmedizin Mainz einzufordern. „Rheinland-Pfalz braucht endlich eine Gesamtstrategie für Personalentwicklung, Investitionen und Spitzenmedizin. Unsere Universitätsmedizin ist Herz-stück der Krankenversorgung und der medizinischen Forschung sowie der Lehre im Land. Wer hier weiter zuschaut, wie wirtschaftliche Fehlentscheidungen und fehlende Investitionen den Standort schwächen, verspielt fahr-lässig die Zukunftsfähigkeit unseres Landes“, so Gensch und Welling ab-schließend.

