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ADD wusste um Situation an der Ahr frühzeitig

Untersuchungsausschuss

Dirk Herber zur Befragung der Verantwortlichen der Integrierten Leitstelle Koblenz im Untersuchungsausschuss:

„Die Befragungen der Verantwortlichen der Integrierten Leitstelle Koblenz haben zweifelsohne offengelegt, dass die ADD, als für die Flutkatastrophe zuständige Landesbehörde, frühzeitig am Tag des 14. Juli über die herausfordernde Lage in der Leitstelle – die Disponentinnen und Disponenten sind über ihre Belastungsgrenze hinaus gegangen – und die schlimme Situation entlang der Ahr informiert war. Dazu wurden diverse Telefonate zwischen der Leitstelle und der ADD geführt und die Lagebilder ausgetauscht. 

Bereits ab 17.30 Uhr war die integrierte Leitstelle in Koblenz bis an die technischen Grenzen vollständig besetzt, in einem Ausmaß wie es historisch bisher nicht vorgekommen ist. Ab 18.00 Uhr wurde bereits der Bedarf des Kreises Ahrweiler für die überörtliche Hilfe über die benachbarten Landkreise hinaus angefordert und auch an die ADD gemeldet. Ein Drittel der Einsätze eines Jahres wurde in den 36 Stunden ab dem 14. Juli 2021 durch die Leitstelle bearbeitet. 

In Anbetracht der Aussagen der Zeugen kann ausgeschlossen werden, dass die ADD sowie das Lagezentrum des Innenministeriums erst am Morgen des 15. Juli das Ausmaß der Flutkatastrophe erkannt haben will.“

Der Obmann der CDU-Landtagsfraktion im Untersuchungsausschuss, Dirk Herber, kündigt daher an, ADD-Präsident Linnertz und den verantwortlichen Innenminister Lewentz erneut in den Untersuchungsausschuss laden zu wollen, um sie zur Wahrnehmung ihrer eigenen fachlichen und rechtlichen Verantwortung zu befragen.

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