Wolf auch ins Landesjagdgesetz aufnehmen
- Kategorie Pressemitteilung
- Thema Klima, Umwelt und Energie
- Datum 05. März 2026
Wolf zurück in Rheinland-Pfalz / Debatte im Bundestag
Der Bundestag hat heute darüber entschieden, wie zukünftig der Wolf in Deutschland bejagt werden soll – als jagdbare Tierart soll er ins Bundesjagdgesetz aufgenommen werden. Dazu erklärt der jagdpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Horst Gies:
„Der Wolf ist zurück in Rheinland-Pfalz. Das hat besondere Folgen für die Nutztierhalter im Land, aber auch für die übrige Bevölkerung bedeutet das in einem gewissen Maße Verunsicherung und Angst. Die aktuelle Ausbreitungsdynamik führt in unserer landwirtschaftlich genutzten Kulturlandschaft zu erheblichen Konflikten. denn Wölfe reißen nicht nur Wildtiere, sie töten oder verletzen auch Nutztiere wie Schafe, Rinder, Pferde und Ziegen. Und sie verlieren die Scheu vor Menschen. Es mehren sich die Rufe, den Schutz des Wolfes einzuschränken. „Wir brauchen die Trendwende ‚Wolf‘ in Rheinland-Pfalz“, fordert Gies.
Der Bund gehe die richtigen Schritte, das Land müsse folgen. Seit Jahren fordere die CDU-Landtagsfraktion, dass der Wolf ins Landesjagdgesetz gehöre. In diesem Zusammenhang formuliert Gies erneut, was die Vorschläge der CDU-Landtagsfraktion für ein zukunftsfähiges Wolfsmanagement sind.
Von landesrechtlicher Seite ist in folgenden Punkten Klarheit zu schaffen:
- Das Land muss den Wolf in den Rechtskreis des Jagdrechts unter Beachtung des rechtlich festgelegten Schutzregimes aufnehmen;
- Das Land muss die Entnahme von Wölfen auf Grundlage des im Jahr 2020 geänderten Bundesnaturschutzgesetzes übergangsweise per Verordnung rechtssicher regeln und eine effektive Wolfsregulierung ermöglichen. Dies gilt insbesondere für Regionen mit unverhältnismäßig zu hohen Wolfsbeständen;
- Das Land muss bei den zu treffenden Präventionsmaßnahmen zwar besonders auf die Tierhalter achten, aber auch die Sorgen und Ängste der gesamten Bevölkerung ernst nehmen. Das gilt insbesondere in den Fällen, wo Wölfe in touristisch stark frequentierten Gebieten resident werden, so wie beispielsweise im Pfälzerwald oder in anderen Regionen.
