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Universitätsmedizin: Anspruch und Wirklichkeit klaffen auseinander. Personeller Neuanfang geboten.

Universitätsmedizin

„Seit Jahren steht die Mainzer Universitätsmedizin vor dem Abgrund: baulich, personell, organisatorisch. Die Liste der Probleme ist lang. Die Wurzel allen Übels liegt in der unzureichenden Finanzierung durch die Landesregierung“, fassen die zuständigen CDU-Abgeordneten für Gesundheit und Pflege, Wissenschaft und Finanzen Dr. Christoph Gensch, Christof Reichert, Dr. Matthias Reuber, Gerd Schreiner, Michael Wäschenbach und Torsten Welling die Situation zusammen.

„Anspruch und Wirklichkeit klaffen komplett auseinander – Unser Anspruch ist, dass die einzige Universitätsmedizin in Rheinland-Pfalz eine Keimzelle des medizinischen Fortschritts und weltweit führend in der Biotechnologie ist. Die Wirklichkeit ist, dass sie einen Schuldenberg von rund 600 Millionen Euro vor sich herschiebt, aufgebaut über Jahre und Jahrzehnte. Dieses Jahr kommen geplant weitere 70 Millionen Euro dazu. In anderer Rechtsform hätte die Universitätsmedizin längst Insolvenz anmelden müssen“, so die Ab-geordneten weiter. „Für diese Misere tragen nicht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universitätsmedizin die Verantwortung — Ärzte und Pflegekräfte arbeiten am Anschlag für das Wohl der Patientinnen und Patienten — für diese Misere tragen vor allem Land und Aufsichtsrat die Verantwortung.


Die kaufmännische Führung der Universitätsmedizin setzt offenbar regelmäßig falsche Prioritäten und kommuniziert kopflos. Und das nicht erst seit gestern. Aufsichtsrat und Vorstand waren und sind den Herausforderungen augenscheinlich nicht gewachsen. Sie sind kläglich gescheitert. Wir fordern deshalb unverzüglich personelle Konsequenzen im Aufsichtsratsvorsitz und im Vorstand der Unimedizin! Es reicht nicht, dass Staatssekretär Dr. Alt sich gegenüber dem Parlament hinter gesetzten Worten verschanzt, er hätte schon längst zum Wohl der Universitätsmedizin handeln müssen. Und es reicht nicht medizinischen und wissenschaftlichen Vorstand neu auszuschreiben, auch die Stelle des kaufmännischen Vorstandes muss neu besetzt werden.“


Darüber hinaus fordert die CDU-Fraktion die Landesregierung unverändert auf, allen Abgeordneten des Landtages unverzüglich den Inhalt des Brandbriefs der Klinikdirektoren zugänglich zu machen, damit alle Fraktionen eine fundierte Grundlage für sachgerechte Mittel- und Stellenanpassungen für die Universitätsmedizin haben.

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