Rheinland-Pfalz steckt im digitalen Tiefschlaf
- Kategorie News
- Thema Medien und Netzpolitik
- Datum 04. Febr. 2026
Rechnungshof übt Kritik
Smart, smarter, Landesregierung? Leider nein! Rheinland-Pfalz steckt im digitalen Tiefschlaf – dafür bekommt das Land nun vom Rechnungshof ein schlechtes Zeugnis ausgestellt.
Der Sprecher der CDU-Landtagsfraktion für Digitalisierung und Transformation, Peter Moskopp, erklärt:
„Seit Jahren bremst die Landesregierung die Umsetzung moderner Verwaltungsgänge aus. Die erste Phase der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) war ein Rohrkrepierer und das Roll-Out des OZG 2.0 klappt auch nicht reibungslos. Für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Rheinland-Pfalz braucht die Landesregierung endlich einen Bewusstseinswandel.
Während die Landesregierung noch im September 2025 eine angeblich gut gesteuerte ,Erfolgsgeschichte der Verwaltungsdigitalisierung‘ präsentierte, offenbart sich nun ein digitales Durcheinander: Nur rund ein Drittel der Leistungen ist online verfügbar – oft nur punktuell und nicht landesweit. Projektchaos, fehlende Steuerung und teure Abhängigkeiten von externen Beratern haben Millionen gekostet, ohne den Bürgerinnen und Bürgern und auch Unternehmern spürbar zu helfen. Alleine der Einsatz eigenen Personals statt externer Berater hätte laut Rechnungshof 19 Millionen Euro dem Steuerzahler gespart.
Besonders entlarvend ist daher der Widerspruch zwischen den vollmundigen Regierungsverlautbarungen und dem tatsächlichen Stand der Umsetzung. Während viele von uns zu Hause smart leben und in kleinen und großen Unternehmen viele Dienstleistungen nahezu vollkommen digital erledigt werden, verweilt die Landesregierung im Zeitalter des Faxes“, spitzt Moskopp zu und erläutert abschließend:
„Wer so arbeitet, betreibt keine Digitalisierung, sondern Selbstberuhigung. Das Thema ‚Digitalisierung‘ – somit auch das OZG – stand lange Jahre in direkter Verantwortung des jetzigen Ministerpräsidenten. Mit Blick auf das Onlinezugangsgesetz hätten wir uns daher von der SPD-Landesregierung eine viel stärkere Hands-on-Mentalität gewünscht!“
