Wir wollen Kinderbetreuung und frühkindliche Bildung in Rheinland-Pfalz auf eine neue Stufe heben
- Kategorie Pressemitteilung
- Thema Bildung
- Datum 05. Febr. 2026
‚Landauer Erklärung“: Städte, Kreise und freie Träger fordern mehr Geld vom Land
Am heutigen Donnerstag macht ein gemeinsamer Appell öffentlicher Kita-Träger und der Kirchen der Pfalz die Runde, in dem eine stärkere Beteiligung des Landes bei der Finanzierung von Kindertagesstätten gefordert wird.
Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Jenny Groß, erklärt:
„Kitas in Rheinland-Pfalz stecken in der Krise – wie laut muss ein Hilferuf sein, damit Bildungsminister Teuber ihn auch hört? Dass nun öffentliche Träger der Jugendhilfe und die Kirchen der Pfalz auf die Barrikaden gehen, ist ein weiteres trauriges Ergebnis des gescheiterten Kita-Gesetzes der Landesregierung. Das kann Herr Teuber nicht einfach ausblenden. Übrigens auch die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz stößt in das gleiche Horn wie die Unterzeichner der ‚Landauer Erklärung‘.
„Frustrierte Erzieherinnen und Erzieher, die täglich an der Belastungsgrenze und darüber hinaus arbeiten, hohe Krankheitsstände, Eltern, die nur schwer oder gar keinen Betreuungsplatz finden, gekürzte Betreuungszeiten und Aufsichtspflichten, die nicht durchgehend gewährleistet werden können, zudem Eingewöhnungs- und Aufnahmestopps – bedenkliche Zustände, die sich da in vielen Kitas landesweit abspielen und die öffentlich werden. Als CDU-Landtagsfraktion wollen wir Kinderbetreuung und frühkindliche Bildung in Rheinland-Pfalz endlich auf eine neue Stufe heben.“
Als CDU-Landtagsfraktion haben wir längst eine umfangreiche Reform des KiTa-Zukunftsgesetzes angeregt und konkrete Vorschläge gemacht.
- Für Eltern: Verlässlichkeit des Betreuungsangebotes und Reduzierung von Notbetreuungen durch die Einführung von Kern- und Randzeiten mit flexibler Personalplanung.
- Für pädagogische Fachkräfte: Erhöhung der Personalressourcen um 1.500 zusätzliche Vollzeitkräfte und Entlastung durch den Einsatz spezieller Fachkräfte für Sprachförderung.
- Für Träger: Flexible Personalplanung durch Kern- und Randzeiten sowie Unterstützung bei Baukosten von Neu- und Umbauten für kindgerechte Räumlichkeiten sowie die Förderung innovativer Modellprojekte.
Zusätzlich enthält das Reformkonzept eine Anpassung der Landeszuweisungen: Der Landesanteil an den zuwendungsfähigen Personalkosten wird um 2,5 % erhöht, finanziert durch originäre Landesmittel. Dies entlastet die kommunalen Haushalte und sorgt für eine nachhaltige Stärkung der KiTa-Betreuung im Land. Das Gesetz verankert die Kita als wesentlichen Bestandteil des Bildungssystems. „Die strukturellen Verbesserungen bieten unseren pädagogischen Fachkräften endlich die Unterstützung, die sie brauchen“, betont Groß.
Vorteile für die Kinder
Die Gesetzesänderung bringt erhebliche Vorteile für die Entwicklung und Bildung der Kinder mit sich:
- Gleichberechtigte Startbedingungen für alle Kinder, unabhängig vom familiären Hintergrund, durch eine priorisierte Vorbereitung auf die Grundschule.
- Verbesserung der Sprach- und Kommunikationsfähigkeiten durch Sprachförderkräfte.
- Schaffung von kindgerechten Essens- und Schlafumgebungen.
