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Landesregierung darf die Warnrufe der Schulen nicht länger ignorieren

Nächste Schule in Rheinland-Pfalz schlägt Alarm / Don-Bosco-Schule in Bad Kreuznach

„Wir reden nicht von Einzelfällen. Wir reden über ein System, das Warnsignale über Jahre ignoriert hat“, kommentiert die bildungspolitische Sprecherin und stellv. Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Jenny Groß, den neuesten Schul-Hilferuf im Land. Diesmal ist es eine Förderschule: die Bad Kreuznacher Don-Bosco-Schule, die deutliche Warnsignale sendet.

„Es zieht sich wie ein roter Faden durch alle Schulformen“, sagt Groß weiter. „Kaum eine Woche vergeht, in der nicht die nächste Schule öffentlich nach Hilfe ruft. Jeder Hilferuf ist ein Beleg dafür, dass die Landesregierung in mehr als 30 Jahren die Bildungspolitik an die Wand gefahren hat. Was uns aus der Don-Bosco-Förderschule berichtet wird, ist erschütternd – aber es überrascht kaum noch: übervolle Klassen, massiver Unterrichtsausfall, Dauerbaustellen, fehlende Fachkräfte, überlastete Lehrkräfte und Schulleitungen. Das rheinland-pfälzische Bildungssystem krankt an allen Ecken und Enden. Wir reden nicht über punktuelle Störungen, sondern über ein strukturelles Versagen der SPD-geführten Landesregierung. Ob Grundschule, weiterführende Schule, berufsbildende Schule oder Förderschule: Überall stoßen engagierte Kollegien an die Grenze des Leistbaren – und darüber hinaus. Wer, wie das Bildungsministerium, Brandbriefe als Alltagsgeschäft der Schulaufsicht abtut, blendet die Realität in unseren Klassenräumen aus.“

Die CDU-Landtagsfraktion habe wiederholt konkrete Vorschläge auf den Tisch gelegt: „Wir fordern seit Langem eine ehrliche Bestandsaufnahme der Unterrichtsversorgung, deutlich mehr ausgebildete Lehrkräfte und eine echte Entlastung der Schulleitungen durch z. B. Verwaltungsfachkräfte“, so Groß. „Wir wollen, dass Schulträger bei Sanierung und Neubau von Schulen endlich handlungsfähig werden, statt sich durch Förder- und Antragsdschungel zu quälen. Und wir setzen uns dafür ein, dass Förderschulen die Ressourcen bekommen, die sie für eine gute, individuelle Förderung wirklich brauchen.“

Abschließend macht Groß deutlich: „Wir lassen nicht zu, dass die erheblichen Probleme an unseren Schulen weiter kleingeredet werden. Gerade die Förderschulen in Rheinland-Pfalz sind von zentraler Bedeutung für unser Bildungssystem. Sie bieten Kindern mit besonderen Bedürfnissen eine Lernumgebung, die speziell auf sie abgestimmt ist, und ermöglichen ihnen eine individuelle und passgenaue Förderung. Diese Schulen sind weit mehr als nur Orte des Lernens – sie sind essenzielle Ankerpunkte für die persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler und eröffnen ihnen Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben.

Jedes Kind verdient die bestmögliche Förderung und genau das leisten Förderschulen. Mit kleinen Lerngruppen, spezialisierter Pädagogik, geeigneter Didaktik und enger persönlicher Begleitung schaffen sie ein Umfeld, in dem Kinder mit Förderbedarf nicht überfordert werden und gleichzeitig ihr volles Potenzial entfalten können. Förderschulen sind somit unverzichtbare Bausteine unseres Bildungssystems, das Chancengerechtigkeit und Vielfalt respektiert. Wir nehmen die neue Schulordnung für die öffentlichen Förderschulen (FöSchO) und die Schulordnung für den inklusiven Unterricht an öffentlichen Schulen (In-SchO), die die Landesregierung vorgelegt hat, zurück. Sie weisen massive Defizite auf."

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