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Sprachliche Bildung in Kitas hat für Ampel-Regierungen keinen Stellenwert

Kritik an Einstellung des Bundesprogramms „Sprach-Kita“

Tobias Vogt, Obmann der CDU-Landtagsfraktion im Ausschuss für Familie, Jugend, Integration und Verbraucherschutz, und der Kita-Experte der Fraktion, Thomas Barth, kritisieren die Entscheidung der Ampel-Bundesregierung, das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ zum Jahresende einzustellen. Im Rahmen des Programms werden nach Infos des Bundes aktuell insgesamt 261 Kindertagesstätten (Kitas) in ganz Rheinland-Pfalz mit 25.000 Euro für zusätzliches Fachpersonal unterstützt.

Tobias Vogt: „Gerade in der jetzigen Zeit ist das Programm von enormer Bedeutung, weil viele Kinder nach der langen Zeit der Corona-Pandemie eine besondere Förderung brauchen und es gerade für zahlreiche geflüchtete ukrainische Kinder von großer Wichtigkeit ist. Wir können die Einstellung des Programms ‚Sprach-Kitas‘ zum Jahresende daher nicht nachvollziehen.“

Unverständnis äußern die Landtagsabgeordneten Tobias Vogt und Thomas Barth auch mit Blick auf den Koalitionsvertrag zwischen SPD, Grünen und FDP auf Bundesebene, nach dem die Koalitionspartner „das Programm ‚Sprach-Kitas‘ weiterentwickeln und verstetigen“ wollten.

Thomas Barth: „Die frühkindliche Bildung wird immer wichtiger und die Sprache spielt dabei eine zentrale Rolle. Was jetzt zur geänderten Einschätzung der Ampel-Bundesregierung geführt hat, können wir uns angesichts der aktuellen Herausforderungen nicht erklären. Mit dem Wegfall des Förderprogramms zum Jahresende wird die Finanzierung von zusätzlichem Fachpersonal durch den Bund nicht mehr möglich sein. Das ist ein herber Schlag – zumal die sprachliche Bildung auch im neuen rheinland-pfälzischen Kita-Gesetz keinen sonderlichen Stellenwert genießt.“

Hintergrund:
Nach Ausführungen der Bundesregierung fördert das Bundesprogramm mit dem Namen „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ die sprachliche Bildung als Teil der Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung. Die alltagsintegrierte Bildung, inklusive Pädagogik und die Zusammenarbeit mit Familien sind die drei Schwerpunkte des Programms, welche durch den neuen Fokus auf den Einsatz digitaler Medien und die Integration medienpädagogischer Fragestellungen ergänzt wird. Für jede Sprach-Kita stellt das Programm zusätzliches Fachpersonal zur Verfügung. Es geht dabei um jährlich 25.000 Euro pro geförderte Kita.

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