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Schüler mit Rücken zur Tafel

Schulen wollen MS Teams - Land muss die Möglichkeit dafür bieten!

MS-Teams/Kleine Anfrage

Die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage zum Thema MS Teams, die die Obfrau der CDU-Fraktion im Bildungsausschuss, Jenny Groß, gestellt hat, lädt zum Kopfschütteln ein. Der Grund: Im kommenden Schuljahr soll das System aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht mehr verwendet werden. "MS Temas hat sich in einer Zeit von Homeschooling und Wechselunterricht bewährt - anders als die landeseigenen Systeme, wie BigBlueButton, die immer wieder Probleme bereitet haben." Kurz vor Beginn der Sommerferien müsse die Landesregierung endlich handeln und nicht weitere Gründe für die Ablehnung des Systems suchen. „Vor allem müsse die Hausspitze selbst aktiv werden und sich nicht hinter dem LfDI verstecken - es geht originär um Schulen und dafür trägt das Bildungsministerium die Verantwortung!“, so Jenny Groß.

"In Rheinland-Pfalz nutzen aktuell 228 Schulen MS Teams. Das sind 228 Schulen, die das System auf ihren Unterricht und die Lerninhalte angepasst haben und damit erfolgreich arbeiten. Warum also ein bewährtes System aufgeben? Schon von Beginn an stellt sich die Landesregierung hier quer, obwohl weltweit agierende deutsche Unternehmen mit diesem Programm arbeiten. Bisher beabsichtigen, laut Antwort der Landesregierung, nur 25 Schulen einen Wechsel zum System "Schulcampus" (Stand Mai). Das Spannende ist vor allem, dass viele Schulen lediglich Kollegen zu einer Fortbildung geschickt haben, dies aber von Seiten der Landesregierung gleichgesetzt wird mit einer Zusage ab Sommer den Schulcampus zu nutzen - was noch nicht klar ist!


Wieso können wir es nicht unseren Schulen und den verantwortlichen Lehrkräften selbst überlassen, die jeweils für die Lerninhalte und auf die Schüler am besten zugeschnittensten Programme auszusuchen? Schließlich wissen die Lehrkräfte selbst am besten, was und wie gut Anwendung findet. Unsere Schülerinnen und Schüler haben durch die Pandemie bereits genug Unterricht verpasst. Warum sollen wir es riskieren, an den noch verbleibenden Schulen, die MS Teams fortführen möchten, ein neues System einzuführen, was Probleme macht und so zu weiteren Verzögerungen führt?", so Jenny Groß.

Darüber hinaus ist die derzeit geltende längere Übergangsfrist bzgl. des Systemwechsels für die berufsbildenden Schulen seitens des Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit zwar zu begrüßen, lässt jedoch die Frage offen, wieso dies nicht auch für die weiterführenden Schulen möglich ist.


"Für mich passt hier das eine nicht mit dem anderen zusammen. Entweder gibt es Datenschutzbedenken, dass muss die Nutzung des Systems sofort und überall gestoppt werden. Oder aber es gibt Möglichkeiten, diese Datenschutzbedenken zu lösen. Denn sonst wäre die Verlängerung der Nutzung für die Schulen im letzten Jahr und für die berufsbildenden Schulen vom Grundsatz her ja gar nicht möglich gewesen. Also was ist denn nun, werte Landesregierung?", fragt Jenny Groß. Die Datenschutzbedenken erstrecken sich auch auf die Anwendung der Microsoft-Produkte, dort werden künftig die nächsten Felder eröffnet. „Das Land möchte zeitnah einen datensparsamen Betrieb aufzeigen, damit die Rechte und Freiheiten der Nutzer Datenschutzrichtlinie minimiert werden“ - so die Aussage der Anfrage. „Dies heißt nichts anderes für die Schulen: Auch die Nutzung der Microsoft-Produkte wird beendet und es müssen wieder einmal neue Wege bestritten werden, die nicht nötig sind!,“ so Jenny Groß MdL in ihrer Stellungnahme als bildungspolitische Sprecherin abschließend.

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