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Schule, Unterricht, Klasse, Intensivklasse

Erst Deutsch lernen, dann gut gerüstet in die Schule starten

CDU-Fraktion schlägt Intensivklassen für Kinder mit keinen oder nur geringen Deutschkenntnissen vor

Eine fremde Sprache lernen – einfach so nebenbei? Kinder, die in eine deutsche Schule kommen, aber kein oder kaum Deutsch sprechen, sollen das schaffen. Doch in einer zunehmend heterogenen und vielsprachigen Schülerschaft fällt ihnen das offenbar zunehmend schwer. Eine Reihe aktueller Erhebungen* deuten darauf hin. Die CDU-Landtagsfraktion will betroffenen Kindern und Jugendlichen den Einstieg in das deutsche Schulsystem erleichtern – mithilfe sogenannter Intensivklassen. Diese brächten gleichzeitig den Lehrerinnen und Lehrern Entlastung. Die Unionsfraktion hat in der Landtagssitzung an diesem Donnerstag einen entsprechenden Antrag eingebracht.

Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Jenny Groß, betont: „Wir alle wissen: Sprache ist der Schlüssel zu Bildung und zu gesellschaftlicher Teilhabe. Wir müssen sicherstellen, dass alle Schülerinnen und Schüler dem Unterricht folgen, die Inhalte aufnehmen und verarbeiten können. Für Kinder mit anderen Herkunftssprachen, die neu in unsere Schulen kommen, wollen wir als CDU deshalb spezielle Intensivklassen einrichten. Dort können die Sprach- und Lesekompetenz erst einmal gezielt gefördert und die Kinder so umfassend auf die Teilnahme am regulären Unterricht vorbereitet werden.“ Jeweils zu Beginn dieser Klassen sowie vor dem Übergang in den Regelunterricht solle ein verpflichtender Deutschtest stehen – um Defizite zu identifizieren und schließlich den Erfolg sicherzustellen. 

Nach Möglichkeit sollen laut CDU-Antrag auch pädagogische und integrative Fördermaßnahmen Teil der Intensivklassen sein. So sollten die Kinder und Jugendlichen selbstverständlich bei gemeinschaftlichen schulischen Veranstaltungen mitmachen. Auch denkbar sei die Teilnahme an einzelnen regulären Schulfächern wie Sport, Kunst, oder Musik schon während der Intensivklassenzeit.  

Den genauen Leitrahmen und die pädagogische Ausgestaltung der Intensivklassen sollen, so der Vorschlag, Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis entwickeln. Jenny Groß: „Uns liegt am Herzen, dass die Kinder und Jugendlichen so gut wie möglich gerüstet sind, dass echte Bildungserfolge möglich werden. Diese Kinder brauchen und sie verdienen eine besondere Förderung.“ Vor dem Plenum in Mainz betonte die Westerwälder Abgeordnete, die auch stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion ist: „Unser Antrag zielt nicht auf die Ausgrenzung der betroffenen Schülerinnen und Schüler ab, sondern darauf, ihren Start im deutschen Schulsystem durch verbesserte Sprachkenntnisse zu erleichtern.“ 

* Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung, IQB-Bildungstrend des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) oder PISA aus den Jahren 2022 und 2023 

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