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Christian Baldauf: Impfgipfel nicht als exklusiven Zirkel gestalten, sondern alle Beteiligten an einen Tisch holen

Impfgipfel RLP

Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Christian Baldauf, spricht sich dafür aus, dass der nun doch auch für Rheinland-Pfalz geplante Impfgipfel als echter Impfgipfel und nicht als Gesprächsrunde eines exklusiven Zirkels gestaltet wird.

„Natürlich begrüße ich, dass die Landesregierung unseren Vorschlag nach Einberufung eines Impfgipfels auch für Rheinland-Pfalz nun doch aufgreifen will. Das hatte die große regierungstragende Fraktion noch in der zurückliegenden Plenarsitzung abgelehnt. Allerdings kommen nun äußerst widersprüchliche Signale zur Ausgestaltung. Die Ministerpräsidentin spricht von einer ‚Runde‘, einem ‚Spitzentreffen‘ oder einer ‚Impfkonferenz‘, der Impfkoordinator des Landes, Staatssekretär Wilhelm, weiß nach uns vorliegenden Informationen nur das, was in der Zeitung steht, und in der Pressemeldung der Staatskanzlei ist der Rahmen eher klein gefasst. Das alles klingt nicht nach einer ausgefeilten Planung.

Ich halte es in dieser schwierigen Phase für wichtig, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen. Wir stehen nun rd. 6 Wochen nach dem Impfbeginn und müssen jetzt Abläufe und Entwicklungen evaluieren, um für die Phase gewappnet zu sein, in der viele Menschen geimpft werden können. Welche Probleme sind wo aufgetreten, wie werden sie im Einzelfall gelöst, wo gibt es Synergien. Wir brauchen einen echten Impfgipfel Rheinland-Pfalz als Forum des Erfahrungsaustauschs, des Lernens voneinander, um Gutes weiterzugeben, Fehler zu vermeiden und reibungslose Abläufe zu gewährleisten. 

Das muss im Übrigen als monitoring regelmäßig geschehen. Ich plädiere deshalb sehr dafür, nicht nur Kommunen, DRK, niedergelassene Ärzte und Impfdokumentation zu beteiligen. Der Rahmen muss breiter gefasst werden. Einbezogen werden müssen z.B. auch Vertreter der Senioren- und Pflegeheime, der Krankenhäuser, der Bundeswehr – die an vielen Stellen helfen kann – des THW, der Pharmaindustrie, die einschlägigen Verbände, Medizinethiker und natürlich Vertreter des Parlaments aus allen Fraktionen, denn es geht um einen möglichst großen Konsens im Sinne einer sachorientierten Impfstrategie."
 

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